Im Jahr 1988 veröffentlichte Alois Döring das Buch "Glockenbeiern im Rheinland" (genaue bibliogaphische Angaben unten); im Jahr 1993 erschien es in zweiter Auflage. Der Autor - Mitarbeiter des Amtes für Rheinische Landeskunde in Bonn - beschreibt darin ausführlich die Tradition des Beierns und Bamschlagens im Rheinland, aber auch in anderen europäischen Landschaften. Das Buch ist reich bebildert und enthält darüber hinaus eine Fülle von Melodien, die von Beierleuten gespielt werden.

Mit freundlicher Erlaubnis des Autors und des Amts für Rheinische Landeskunde dürfen wir hier Bilder aus dem Buch (und einige bislang unveröffentlichte) ins Netz setzen. Die Seitenangaben bei den Bildern verweisen dies Buch. Dabei weisen wir für weitere Informationen außerdem gern auf die Website des Amts für Rheinische Denkmalpflege in Bonn www.arl.lvr.de sowie auf einen von dort erstellten Film hin:

Glockenbeiern zur Kirmes. Niederdollendorf/Königswinter 1982. Volkskundliche Filmdokumentation des Landschaftsverbandes Rheinland / Amt für rheinische Landeskunde Bonn

Das Buch:
Alois Döring, Glockenbeiern im Rheinland. Beiträge zur rheinischen Volkskunde, Band 4, hg. vom Amt für rheinische Landeskunde Bonn. Köln, Rheinland-Verlag, 2. Auflage 1993

Durch Anklicken können Sie die Minibilder in einem neuen Fenster und vergößert sehen.

Anschlagen der Glocke mit einem Hammer, Reichshof- Eckenhagen, bis 1960
(S. 57)

Peter Kolvenbach beim Glockenbeiern in Kall-Keldenich, um 1960 (S. 35)

Beiern in Blankenheim-Ripsdorf, Fronleichnam 1983. -

Der Beiermann sitzt vor den beiden Glocken, die er durch Niederdrücken der Klöppelseile anschlägt (S. 75).

Clemens Hoss, Beiermann an St, Hubertus in Aachen-Roetgen
(S. 29)

Beiern in Fritzdorf bei Bonn (S. 42)

Beiern in Mechernich-Glehn

Ein Blick über die Grenzen des Rheinlands hinaus: Gütersloher Nachtsanggeläut: Die mittlere Glocke wird über ein Seil per Hand angeschlagen. Die beiden äußeren Glocken bedient der Beiermann über Fußpedale. Dazu werden die Klöppel an Seilzügen befestigt, deren Seilverbindungen an den Pedalen enden
(S. 178).

In Lommersdorf werden zwei Glocken mit Hilfe von Seilen (linkes Bild) und die dritte Glocke (rechtes Bild) per Hand angeschlagen; Lommersdorf 1983 (S. 60)

Zwei Glocken werden über waagerecht gespannte Seile bedient, und die kleinste Glocke wird mit der Hand angeschlagen; Königswinter-Niederdollendorf 1980 (S. 86)

Beiern per Seilzug, Neunkirchen-Seelscheid 1984
(S. 13)

Anschlagen des Klöppels per Hand, Mechernich-Breitenbenden, 1985
(S. 59)

In Weeze (Foto von 1984) wird die Glockenwandung mit eigens konstruierten Eisengestängen angeschlagen (S. 83).

Bonn-Mehlem,
St. Severin (S. 77)

Wevelinghoven 1983
(S. 81)

Beim Beiern an der St. Aledgundis-Kirche in Büttgen (Foto von 1984) werden die Glocken von der unteren Glockenstube aus bedient. Dazu werden von den Klöppeln Seile zum Glockenstuhl gespannt, von denen Zugseile senkrecht nach unten führen (S. 37).

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